Wenn der Beat mit der Bilanz harmoniert.

Kreativer Flow trifft Prüfpräzision: André & Marc zeigen, wie Musik und Wirtschaftsprüfung perfekt miteinander harmonieren.

Heute sprechen wir mit André und Marc, beide Wirtschaftsprüfer bei PwC und leidenschaftliche Musiker. Wenn sie nicht gerade Jahresabschlüsse prüfen, verbringen sie ihre Freizeit damit, eigene Songs zu produzieren. Damit zeigen sie: Der Beruf des Wirtschaftsprüfers ist nicht nur spannend und vielseitig, sondern lässt sich auch mit persönlichen Leidenschaften bestens verbinden. Im Gespräch erzählen die beiden, warum Kreativität und Prüfungsarbeit näher beieinander liegen, als man denkt und wie Musik und Wirtschaftsprüfung sich gegenseitig inspirieren können.

Die Musik von André (Monsters at Dead End Road) und Marc (Till Morn) könnt ihr auf allen einschlägigen Streamingplattformen finden.

Redaktion: Viele verbinden die Wirtschaftsprüfung vor allem mit Zahlen und Bilanzen. Ihr produziert in eurer Freizeit Musik. Wie passt das zusammen? André: Musik begleitet mich seit jüngster Kindheit und ist ein prägendes Element in meinem Leben. Auch wurde mir schon früh klar, dass ich Strukturen und Ordnung mag. Was liegt da näher als doppelte Buchführung und Bilanzierungsvorschriften?

Marc: Musik hat mich seit meiner Kindheit inspiriert. Ein Leben ohne Musik wäre für mich unvorstellbar. Was viele nicht wissen: Musik folgt bestimmten Strukturen und Mustern, sei es in der Gestaltung von Songs oder harmonischen Akkordfolgen, die dafür sorgen, dass sie für uns „gut“ klingt. Das lässt sich auch auf die Wirtschaftsprüfung übertragen, da hier auch Strukturen und Gesetze im wahrsten Sinne den „Ton angeben“ 😉

Wie seid ihr jeweils zur Musik gekommen – und was gibt euch das Musik produzieren, das ihr vielleicht auch in euren Berufsalltag mitnehmt?

André: Besonders die ersten elektronischen Elemente in Songs der späten 70er und frühen 80er haben mich enorm fasziniert. So habe ich bereits Ende der 80er unter starkem Einfluss von Kraftwerk und Depeche Mode mit der Musikproduktion begonnen. Nach einer sehr langen Pause habe ich diese Leidenschaft in der Corona-Zeit für mich wiederentdeckt. Es klingt vielleicht seltsam, aber genauso wie für die erfolgreiche Planung, Durchführung und die Finalisierung von Abschlussprüfungen, sind Disziplin, Konzentration auf wesentliche Elemente und effizientes Arbeiten enorm wichtig, um auch musikalischen Output zu generieren und nicht lediglich halbfertige Songideen, die niemals das Licht der Welt erblicken werden.

Marc: Musik hat die einzigartige Fähigkeit, Emotionen zu vermitteln. Viele wichtige Momente in meinem Leben assoziiere ich mit bestimmten Songs, die ich damals gehört habe. Mein Wunsch war es, etwas zu schaffen, das Menschen berührt. Mithilfe von YouTube habe ich mir das Klavierspielen beigebracht und bin dabei auf eine Produktionssoftware gestoßen, die es ermöglicht, Musik zu produzieren, ohne Zugang zu einem professionellen Tonstudio zu haben. Auf Partys ertappte ich mich oft dabei, wie ich mich fragte, wie dieser Song wohl produziert wurde. Am nächsten Tag saß ich dann am Computer und probierte so lange herum, bis ich mit meiner eigenen Version zufrieden war. Dieser Ehrgeiz, sich ständig weiterzuentwickeln und aktuelle Trends zu verstehen und umzusetzen, lässt sich hervorragend auf den Berufsalltag übertragen.

Ihr produziert eure Songs unabhängig voneinander. Wie seid ihr zusammengekommen und wie stärkt euch diese gemeinsame Leidenschaft auch im Job als Kollegen?

Auf einer gemeinsamen Autofahrt nach Berlin lief André’s Favorit-Playlist im Hintergrund. Marc wurde schnell hellhörig. Wir drehten die Lautstärke hoch und stellten fest, dass wir bei unserem Musikgeschmack eine breite Schnittmenge haben. Marc ist auch als DJ unterwegs, und baut unsere Songs in seine Sets ein. Ich habe im Gegenzug Remixes seiner Tracks angefertigt. Als Abschluss für die letzte Prüfungssaison haben wir unseren Mitarbeitenden unterschiedliche Teamevents angeboten. U.a. den Besuch eines Techno-Festivals. Da haben wir dann mit Gleichgesinnten gefeiert.

Welche Rolle spielen neue Technologien, auch im Hinblick auf die Entwicklung von KI, für euch in der Musik?

André: KI spielt für mich bei der Musikproduktion eine Assistenzrolle. Ich nutze intelligente Plugins zur Soundperfektionierung im Mixing-Mastering-Prozess. Die kreativen Parts, die auch KI zwischenzeitlich in unglaublich professioneller Weise beherrscht, schließe ich bewusst aus. Das Songwriting beanspruche ich für mich ganz allein. Genau wie ein Maler vor seiner zunächst leeren Leinwand, erschaffe ich dann selbst etwas, was zuvor nicht existierte.

Marc: KI hilft mir dabei, kreative Blockaden zu überwinden. Wenn ich eine Melodie im Kopf habe, kann ich mithilfe künstlicher Intelligenz potenzielle Erweiterungen identifizieren. Dabei ist es mir jedoch besonders wichtig, dass meine persönliche künstlerische Handschrift erhalten bleibt. Zudem habe ich die Möglichkeit, meinen Kompositionen KI-generierte Sänger hinzuzufügen, die die Instrumentalversionen wunderbar ergänzen. Wenn ich die Zeit dazu finde, werden diese KI-generierten Stimmen durch echten Gesang ersetzt – aber alles nach und nach.

Jetzt aber noch einmal kurz zurück zur Wirtschaftsprüfung. Wenn ihr zurückblickt, wie seid ihr ursprünglich zur Wirtschaftsprüfung gekommen und was hat euch an diesem Beruf fasziniert?

André: Nach der Ausbildung als Steuerfachgehilfe und einem Studium mit den einschlägigen Schwerpunkten, wurde ich aus meinem Studienjob in der Buchhaltung eines japanischen Konzerns von dessen WP-Gesellschaft direkt rekrutiert. Hier habe ich dann sehr schnell gemerkt, dass Wirtschaftsprüfung genau mein Ding ist. Ich bin dann auch sehr zielstrebig auf die Ablegung der Berufsexamina zugesteuert.

Marc: Ursprünglich wollte ich Arzt werden, doch nach meinem Jahr im Bundesfreiwilligendienst entschied ich mich für ein Studium im Krankenhausmanagement. Während dieser Zeit entdeckte ich meine Affinität für Steuern, Bilanzen und Controlling, was mich schließlich zur Wirtschaftsprüfung führte.

Heute seid ihr fest im Beruf angekommen. Was begeistert euch an eurer Arbeit und welche Aspekte machen die Wirtschaftsprüfung für euch spannend?

André: Jeder Tag ist anders und bietet immer wieder neue Blickwinkel auf die Tätigkeit, unsere Teams und Mandanten. Langeweile ist ein Fremdwort und immer neue Herausforderungen wirken motivierend und inspirierend.

Marc: Mir gefällt die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Kolleginnen und Kollegen sehr. Aus heutiger Sicht kann ich mir keinen besseren Beruf vorstellen, da unser Arbeitsalltag unglaublich abwechslungsreich ist und wir viele faszinierende Einblicke in verschiedene Unternehmen und Branchen erhalten.

"Wir sind Menschen und arbeiten mit Menschen. Keine Maschine kann den Ausgleich zum Berufsalltag ersetzen."

Viele junge Menschen fragen sich, ob so ein verantwortungsvoller Beruf Raum für persönliche Leidenschaften lässt. Was würdet ihr ihnen mit auf den Weg geben?

André: Nie waren die Aussichten für Wirtschaftsprüferinnen und Wirtschaftsprüfer so glänzend wie heute. Ich vergleiche die Vorbereitung und Ablegung des WP-Examens gerne mit einem ambitionierten Bergaufstieg. Es gibt lange flache, aber auch kurze steile Wege, um zum Gipfel zu gelangen. Letztlich müssen aber alle dieselben Höhenmeter meistern. Oben angekommen genießt man eine grandiose Aussicht bzw. erlangt auch eine hohe Selbstbestimmung und finanzielle Unabhängigkeit im Berufsleben, die ihresgleichen sucht.

Marc: Wir sind Menschen und arbeiten mit Menschen. Wir sind keine Maschinen und brauchen einen Ausgleich zum Berufsalltag. Es ist wichtig, sich diesen Freiraum zu nehmen, und dabei spielt es keine Rolle, was einem Kraft gibt und antreibt – sei es Sport, Kunst und Musik, öffentliches Engagement, Politik oder etwas anderes. Ich kann jedoch mit Überzeugung sagen, dass der Beruf des Wirtschaftsprüfers einem alle Möglichkeiten bietet, sich interdisziplinär zu entfalten.

Vielen Dank euch beiden. Es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht! Aber abschließend noch eine Frage: Und abschließend: Welche Momente, sei es in der Musik oder in eurer Laufbahn als Wirtschaftsprüfer, waren für euch echte Highlights?

André: Aus Client-People-Firm-Sicht kann ich mein Highlight problemlos herauspicken. Es sind ganz klar die vielen People, die ich bei PwC kennenlernen durfte. Die Teamarbeit schweißt zusammen, langjährige Freundschaften entstehen und halten, auch wenn sich die beruflichen Wege wieder trennen. Bei der Musik ist es so, dass ich mich wahnsinnig freue, wenn Consumer diese auf den Streamingplattformen entdecken und mir persönlich oder über bspw. Instagram Feedback hierzu geben.

Marc: Ein Highlight in meiner Laufbahn als Wirtschaftsprüfer ist die Möglichkeit, mit so vielen inspirierenden Menschen zusammenzuarbeiten. Ob es Geschäftsführer und Vorstände mit beeindruckenden Lebensläufen sind oder junge Kolleginnen und Kollegen, die mein Wissen täglich herausfordern – diese Begegnungen bereichern meinen Berufsalltag ungemein. Musikalisch hatte ich ebenfalls immer wieder kleine Highlights, sei es ein Varieté-Abend in der Schule, bei dem ich zusammen mit einem Mitschüler Pop-Songs akustisch neu interpretieren durfte, oder die Tatsache, dass meine Songs in den örtlichen Clubs gespielt wurden und die Resonanz zumindest nicht negativ war.

Warum diese Kampagne?

Mehr erfahren